Über Uns

Der Lauf der Tage und der Jahreszeiten, die Elemente, das Werk unserer Hände und Herzen lassen wertvolle "Mittel zum Leben" wachsen.

Anschrift

Hof Kasteln
Kasteln 7
5108 Oberflachs

hof@kasteln.ch
+41 79 345 54 36

Leonard Barahona & Eva-Maria Schütz

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Leonard Barahona und Eva-Maria Schütz

Seit dem 1. Januar 2025 bewirtschaften Leonard Barahona und Eva-Maria Schütz den Hof Kasteln in Oberflachs, Aargau. "Nach einem Jahr auf Hof-Suche waren wir  überglücklich, als uns die Stiftung etuna als neue Pächter für den Hof Kasteln ausgesucht hat."

Leonard bringt einen Master in Agrarwissenschaften mit und hat sich in Pflanzenwissenschaft vertieft. Seine Abschlussarbeit an der ETH hat er in Kooperation mit dem Weinbauinstitut in Freiburg (DE) gemacht und forschte an der Entwicklung eines fermentierten, alkoholfreien Weins. Die vergangenen Winter verbrachte Leonard in den Bündner-Bergen und arbeitete 8 Jahre lang als diplomierter Skilehrer und Tourengide für Tiefschnee-Touren.

Eva-Maria hat am Strickhof Landwirtin mit EFZ gelernt und mit der Vertiefung Biolandbau abgeschlossen. Davor hat sie Ergotherapie an der ZHAW und dann klinische Heilpädagogik und Sozialpädagogik an der Uni Fribourg studiert.

Nach der Zusage zum Hof wurden wir im Herbst 2024 von unseren beiden Vorgängern, Bruno und Danièle Stadler-Duperrex, sorgfältig in den Betrieb eingearbeitet und auch als wir bereits in der Verantwortung waren, wurden wir immer wieder von den beiden unterstützt und beraten.

Der Hof Kasteln ist ein sehr vielfältiger Bio-Betrieb. Es hat viel hügeliges Grasland, dass sich bestens für die Weidehaltung unserer Mutterkuhherde eignet. Es gibt sehr viele Biodiversitätsförderelemente, wie Trockensteinmauern, Hecken, Magerwiesen, und zahlreiche Hochstammbäume mit diversen Sorten (Äpfeln, Birnen, Kirschen, Zwetschgen, Mirabellen, und viele mehr). Neben diesen extensiven Flächen gibt es auch noch ein paar flachere Flächen, wo wir Ackerbau betreiben können. Wir bauen Ur-Getreide an, nämlich Emmer und Einkorn, auch Dinkel und Roggen. Damit sich der Boden erholen kann sähen wir auf dieser Fläche nach der Getreideernte eine zweijährige Kunstwiese an. Im 2026 werden wir die Fruchtfolge erweitern mit Hirse und Ackerbohnen, denn dank ihrem unterschiedlichen Saatzeitpunkt können wir Problemunkräuter aus der Getreide-lastigen Fruchtfolge mechanisch regulieren. Zudem bewirtschaften wir die beiden Schlossrebberge von Kasteln. Es handelt sich um fast 2 Hektaren Reben mit Pilz-Widerständigen Rebsorten, welche in Terrassen, also entlang der Höhenlinie, angelegt wurden. Die Terrassenlage bringt sehr viel Handarbeit mit sich. Zum Glück können wir uns mit unserem knickgelenkten Rebtraktor mit etwas Risiko um die spitzen Kurven im Steilhang schlängeln (sägen) und können so manche Arbeiten dem Traktor überlassen; zum Beispiel die Erntekisten voll Trauben aus dem Rebberg fahren, anstatt tragen.

 

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Unsere Kühe

Das Herz des Betriebskreislaufes bildet unsere Mutterkuhherde der Rasse Angus. Die Kühe mit ihren Kälbern und der Stier leben als Herde auf der Weide, oder im neuen Freilaufstall. Sie ernähren sich ausschliesslich von Gras, Heu und Grassilage des Hofes und die Kälber trinken die Milch direkt bei ihren Müttern. Mit dem Mist und der Gülle der Kühe werden wiederum die Felder gedüngt und der Kreislauf schliesst sich. Unserem Vorgänger Bruno Stadler ist es zu verdanken, dass unsere Mutterkuhherde einer Familienstruktur von Rindern in freier Wildbahn sehr nahe kommt: da gibt es Stammmütter, Grosstanten, Cousinen und viele Halbgeschwister. Nur der Stier kommt aus einer anderen Familie, ist aber Vater von vielen Kälbern.

Angus ist eine Fleischrasse, die genetisch hornlos ist. Sie passt in unsere Gras-Hügellandschaft, denn sie eignet sich hervorragend für die Fütterung ohne Kraftfutter, ausschliesslich mit Gras. Das Resultat ist feinfaseriges und schön marmoriertes, schmackhaftes Rindfleisch. Die Schlachtung und Verarbeitung des Fleisches erfolgen durch die Metzger der Chästhal Metzgerei in Effingen, 20 Minuten von unserem Hof entfernt .

Unsere Reben

Aus den beiden Rebbergen vom Schloss Kasteln stammen unsere Weine. Auf fast zwei Hektaren wachsen 9 verschiedene Traubensorten, wovon alle PiWi's sind. PiWi's sind robuste Sorten, Kreuzungen mit unbekannten Namen wie Solaris, Sauvignon Soyhières, Sauvignon Jura, Divico, Carmin, Cabernet Jura, Muscat Bleu, Miela und Garant. Ihnen allen gemein ist, dass sie Pilz-Widerständig sind, PiWi's eben. Sie sind von Natur aus weniger anfällig auf Pilzkrankheiten wie Mehltau und eignen sich daher ideal für den Bio-Anbau. Auf äusserst ökologische Weise stellen wir moderne, spannende Weine her. Nach sorgfältiger Ernte von Hand erfolgt die Lohnkelterung bei ck-Weine in Schinznach-Dorf.

Getreide, Naturwiesen, Hochstammbäume

Auf dem Ackerland wächst Ur-Getreide, nämlich Emmer und Einkorn. Auch über 250 Hochstammobstbäume, Blumenwiesen, Weiden, Hecken und Trockensteinmauern bieten wertvolle Produkte und Lebensräume.