1239:
Berchtold der Schenko von Castel wird als Schiedsmann angerufen. Mit Veltheim zusammen war Kasteln altkyburgischer Besitz.( Thalheim, Schenkenberg und Schinznach gehörten zum angestammten Hausgute der Habsburger.)
1257:
Wohnte Graf Hartmann d.j von Kyburg auf Kasteln, das zu jener Zeit an die Schenken von Kasteln als Lehen ausgegeben war.
1259:
Kasteln erscheint bereits mit dem heutigen Namen in einer UrkundeNeben Kasteln als der vorderen Burg, lag auf dem gleichen Hügel eine hintere Burg, Ruchenstein, ein Lehen im Besitze der Ritter von Ruchenstein, stammend aus der March (Kanton Schwyz)
1264:
Kasteln und Ruchenstein gehen an die Habsburger.
1301:
Berchtol I. von Mülinen, aus einem alten Geschlecht der Stadt Brugg stammend, erwirbt die hintere Festung und
1311:
die vordere Festung, nachdem die Schenken von Kasteln und die Ritter von Ruchenstein ausgestorben sind.
1434:
Sitz und Herrschaft Kasteln vererben sich auf den ältesten Sohn. Kasteln verbleibt während mehr als drei Jahrhunderten in der Linie des Haus von Mülinen.
1634:
Die Erben der Brüder Hans Friedrich und Berchtold von Mülinen verkaufen Ruchenstein an Hans Ludwig von Erlach, Oberst von Bern und General in Breisach. Kasteln kommt als Erbe an Margarita von Mülinen und durch sie an ihren Gatten Hans Ludwig von Erlach.
1642:
Hans Ludwig von Erlach gibt Bernhard Döllinger ( Steinbrecher von Mägenwil ) den Auftrag zum Neubau der Burg. Für die jahrelangen Arbeiten .ohne vorherige Einholung von Expertisen- werden Lombarden herangezogen. Die planerischen Unterlassungssünden rächen sich durch sieben teure Baujahre, da unter anderem der Bauherr kaum anwesend war und die meisten Entscheide brieflich zwischen ihm und seiner Frau " abgesprochen " werden mussten.
1643:
Kasteln wird mit Material aus der niedergerissenen Burg Ruchenstein aufgebaut.
1732:
Nachdem Kasteln hundert Jahre im Besitz der Herren von Erlach war, kommt die Herrschaft durch Verkauf für 90'000 Taler an die Stadt Bern ,die ein eigenes Oberamt Kasteln schafft und Landvögte einsetzt.
1803:
Kasteln geht an den neu gegründeten Kanton Aargau.
1836/1843:
J. Sommer von Langenthal und Johannes Käser von Thalheim sind nacheinander Besitzer von Kasteln, das sie vom Kanton Aargau erworben hatten
1840/1846:
Das Bärenschloss ( so genannt nach den aufgemalten Berner Wappen ) südöstlich des Hauptgebäudes gelegen, sowie ein dreistöckiger nach Norden weisender Flügel des Schlosses werden abgerissen. Diverses Wandmalereien ( Wappen etc. ) und Täfer im Innern der Gebäude werden überstrichen.
1855:
Die Brüder Friedrich ( Stadtammann von Aarau ) und Louis ( Kaufmann ) Schmutziger kaufen für Fr. 14'500 das Schloss zur Errichtung einer Privat-Rettungsanstalt für arme, verwaiste, verlassenen oder verwahrloste Kinder evangelisch-reformierter Konfession. Erster Hausvater (bis 1900) wird Aaron Witzemann
1860:
Anbau einer Scheune an der Nordfassade des Schlosses.
1881:
Anerkennung als juristische Person durch den Regierungsrat des Kantons Aargau
1902:
Die Schlossliegenschaften werden der Anstalt Kasteln übertragen.Durchführung umfassender Renovationsarbeiten
1907:
Brand der angebauten Scheune und des Schlosses durch Brandstiftung. Kinder und Personal ziehen ins Ferienheim Beguttenalp und danach in die aufgehobene Taubstummenanstalt Zofingen.
1908:
Wiederaufbau des Schlosses.
1909:
Rückkehr der Bewohner
1912:
Wiederaufbau des durch erneuerte Brandstiftung zerstörten Dachstockes des Trottengebäudes.
1923:
Anerkennung als Stiftung.
1948:
Änderung der Aufnahmebestimmungen. ( Aus Zöglingen werden Kinder ) Umbau des Trottengebäudes und umfassendes Bauarbeiten im Schloss.
1952:
Aus Schlafsälen werden Zimmer mit 3 - 6 Betten.
1955:
Neuer Name : Erziehungsheim Kasteln.
1956:
Erwerb des zweiten Teiles des Landwirtschaft.
1962:
Aussenrenovation des Schlosses.
1964:
Kasteln wird vom Bundesamt für Sozialversicherung als Sonderschule anerkannt.
1969:
Bau des neuen Schulhauses, des Schwimmbades, und des Personalhauses.
1974:
Namensänderung in Schulheim Schloss Kasteln. Aus Heimeltern wird Heimleitung.
1975:
Umbauarbeiten im Schloss und den Landwirtschaftsgebäuden.
1976:
Einführung des Gruppensystems
1979:
Sanierung Jägerhüsli , darin Schaffung von Räumen für die Verwaltung.
1980:
125 Jahrfeier Heim Schloss Kasteln
1980:
Diverse Anpassungsarbeiten im Schloss zur Führung des Gruppensystems, erster Teil der Stützmauersanierungen.
1985:
Sanierung von Fassaden und Dächer von Schloss, Trottengebäude und Landwirtschaftsgebäuden, sowie des zweiten Teils der Stützmauern.
1989:
Sanierung des Bauernhofes.
1990:
Erster Tag der offenen Tür
1993:
Reorganisation des Heimes. Ein Leitbild entsteht
1998:
Umbau und Renovation der Schulhäuser
1999:
Grosses Schlossfest / Start des Organisations- Entwicklungsprozesses. Gruppenleitungen entstehen.
2000:
Ausbau der therapeutischen Angebote. Das Vogelnest wird in Betrieb genommen.
2001:
Neue Aufbauorganisation mit einem Leitungsteam und Bereichsleitungen
2002:
Die Landwirtschaft wird verpachtet. Sanierung und Umbau des Wohngebäudes Landwirtschaft.
2003:
Neues Leitbild. Start Sanierung und Umbau Wohnbereiche.
2005:
150 Jahre Schulheim Schloss Kasteln / 150 Jahre Begegnungen auf Kasteln
2007:
Beginn der Sanierungsarbeiten von Schulhaus und Personalhaus, der künftigen Gruppe Schlossblick
2008:
Beginn des Schlossumbaus
2009:
Einweihung des sanierten Schlosses und des neu gestalteten Schwimmbades samt Spielwiese
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